1897 | Einrichtungen für Kranke existierten in Burgdorf bereits im Mittelalter (Leprosenhaus und Niederes Spital 13. JH.). Durch Fusionsvertrag vom März 1894 schlossen sich die Bezirkskrankenanstalt Burgdorf (seit 1877) und die Krankenanstalt der Gemeinnützigen Gesellschaft Burgdorf (seit 1858) zu einer Gesellschaft zusammen, mit dem Zweck, ein neues Krankenhaus zu bauen und gemeinsam zu betreiben.1897 wurde der Neubau mit 78 Betten eröffnet, die Schwestern stellt das Diakonissenhaus Riehen. |
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Bis 1898 | wurde die Bevölkerung des oberen Emmentals in Notfallstuben versorgt und nutzte das Erfahrungswissen von klugen, pflanzenkundigen Handwerksmedizinern. Der bis über die Landesgrenzen bekannteste Naturarzt war Michel Schüppach (1707-1781) |
1898 | wird das im französischen Landhausstil gebaute Gebäude des Bezirksspitals Langnau bezogen. Angebaut ans Spital ist ein Operationssaal. Ein Desinfektionsapparat wird gekauft, in einem Absonderungshaus werden Patienten mit epidemischen Krankheiten versorgt. |
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1902 | 646 Patienten werden in Burgdorf jährlich gepflegt. Tuberkulose und Typhus sind verbreitet, berichtet wird auch über Geisteskranke und Deliranten, für die eine heizbare „Tobzelle" eingerichtet wird. Die durchschnittliche Spitalaufenthaltsdauer beträgt 37,6 Tage. |
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1902/3 | Das RSE Langnau wird ans Telefonnetz angeschlossen und erhält dank einer Sammlung des Samaritervereins einen Krankentransportwagen – natürlich mit Pferdestärken betrieben. |
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1910 | Die neu entstehenden "Securitas" werden für die nächtliche Bewachung angestellt und mit Fr. 300.- pro Jahr entschädigt. Da für Geisteskranke Anstaltsplätze fehlen, nimmt das Spital Burgdorf sie auf, beherbergt sie zur Entlastung der Familien monatelang, kämpft aber mit der Schwierigkeit, den anderen Patienten genügend Ruhe zu verschaffen. |
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1911 | Das um einen Tuberkulosepavillon erweiterte Spital Langnau verzeichnet ständig steigende Patientenzahlen. Inzwischen sind bereits sieben Schwestern und drei Mägde angestellt, welche die insgesamt 563 Patienten betreuen. Eine Frau bekommt die Möglichkeit, sich als Lernschwester in einer einjährigen Lehre zur Gemeindeschwester auszubilden. |
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1912 | Eröffnung des Tuberkulosepavillons und grosse Zunahme der Patientenzahl. Dr. Franz Della Casa baut seine Augenabteilung auf. Zahlreiche Blinddarmfälle. |
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1914 | Bekommt Langnau eine Chirurgie und mit Dr. Anton Fonio einen bekannten Forscher, Chirurg und Lehrer. Dies führt auch zu einer für ein Bezirksspital ungewöhnlich reichhaltigen Laborausstattung. Im selben Jahr wird die Küche von Kohlen auf Gas umgestellt. |
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1915-18 | In Burgdorf werden 163 Militärpatienten aus dem Waatländerregiment aufgenommen. An Scharlach erkrankte Soldaten der 1. Division wurden eingeliefert, eigene Ärzte wurden in den Aktivdienst eingezogen. Die Grippewelle traf auch eigene Schwestern. Erfolge konnte man mit Magenoperationen verzeichnen. |
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1915-18 | In den Kriegsjahren werden im Spital Langnau Kriegsgefangene gepflegt, das Absonderungsgebäude ist mit 24 Scharlachkindern pro Jahr belegt und die starke Teuerung versetzt die Direktion in Sorge. Ausserdem bricht eine Grippeepidemie aus. |
1920 | Das Jahr des ersten „richtigen" Krankenautos im Spital Langnau |
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1922-28 | In Burgdorf lässt sich ein Rückgang der Infektionskrankheiten beobachten, neu tauchen jedoch Nikotinvergiftungen auf. Baulich entsteht eine neue Spitalkapelle, eine Abdankungshalle, ein Ökonomiegebäude, Schwesternzimmer und 1928 die neue Operationsabteilung. |
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1925 | Zunehmend schaffen die Hausärzte Röntgenanlagen an, das führt im Spital Langnau zu einem Untersuchungsrückgang. Dafür ist der Andrang in der Chirurgie so gross, dass der Operationssaal und das ganze Spitalgebäude in einem Nordbau erweitert werden muss. |
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1930 | Renovationen und Verbesserungen am Spitalgebäude Burgdorf werden nötig, Badezimmer und Warmwasserverteilung müssen diskutiert werden. Gleichzeitig beginnt sich die Wirtschaftskrise abzuzeichnen. Pflegegelder erhält man manchmal in Form von Verlustscheinen. |
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1930 | Ein Geburtszimmer wird eingerichtet und bietet dem oberen Emmental eine Alternative zur Hausgeburt. |
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1936 | Das Spital Burgdorf wird als luftschutzpflichtig erklärt und muss sich für den Kriegsfall organisieren. Für das Fachgebiet Hals/Nasen/Ohren wird der FMH Facharzt Dr. Cornelius Egger beigezogen. |
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1937/9 | In den Krisen- und Kriegsjahre läuft das Spital Langnau auf Sparflamme, zusätzliche Kosten verursachen die Verdunkelungsmassnahmen. Als Glück erwies sich die Anstellung des amerikanischen Chirurgen Dr. Perlmutt, er musste nicht in den Krieg einrücken. |
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1947 | Endlich sind die Rationierungsmassnahmen für Lebens- und Bedarfsmittel aufgehoben, eine spürbare Entlastung für das Spital. |
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1948 | Nach 56 Jahren wechselt das Bezirksspital Langnau seine Rechtsform vom Verein zum Gemeindeverband. Die Behandlung von inneren Krankheiten am Spital erlebte einen grossen Aufschwung. |
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1949 | Neue Besoldungsordnung und Staatsbeiträge wirken wie der Einbruch einer neuen Zeit im Spital Burgdorf. Das Schwesternhaus wird eingeweiht. |
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1951 | Hochkonjunktur, es ist kaum möglich, genügend Personal vor allem für Haus und Küche zu erhalten, alle wandern in die Industrie ab. Sekretär und Kassier werden im Hauptamt angestellt. Das renovierte, mit modernen Apparaten ausgestattete Spital Langnau wird Besitzerin des Grundhüsi. |
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1955/56 | Ein Neubauprojekt für Fr. 4 Mio. wird in Burgdorf in Angriff genommen, zudem müssen Apparate, Röntgenanlage und ein neuer Krankenwagen (Mercedes) beschafft werden. |
1957 | Gründung des Gemeindeverbandes Bezirksspital Burgdorf. |
1959 | Fertigstellung der Infektionsabteilung, des OPS für Hals-/Nasen-/Ohrenkrankheiten, des Gewächshauses und des Nordeingangs. Grosse Steigerung der Patientenzahl |
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1961 | Die letzten 10 Jahre waren geprägt von Personalmangel, ständig steigenden Lohnsummen und baulichen Erweiterungen. Nun stehen 82 Personen im Dienste des Bezirksspitals Langnau und das zum Personalhaus umgebaute Absonderungsgebäude kann den Platzbedarf nicht mehr decken. |
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1965/66 | Erweiterung der Röntgenanlage Burgdorf, erhöhte Pflegetaxen und Personalkosten, chronischer Schwesternmangel |
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1966 | Geldsegen, zum 125-Jahr Jubiläum der Ersparniskasse erlässt diese dem Spital Langnau eine Schuld von Fr. 700'000.- und der Grosse Rat bewilligt die Subvention eines Neubaus. |
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1967/70 | Am Kurs für Spitalgehilfinnen nahmen 9 Töchter teil. Auch im Diakonissenhaus regten sich modernisierte Ansichten und man begann, auch freie Schwestern auszubilden mit anerkanntem SRK Abschluss. 1970 wurde erstmals ein Pauschalvertrag mit den Krankenkassen abgeschlossen. |
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1971/2 | Die Diakonissenschwestern ziehen sich zurück, mit ihnen auch Schwester Bertha, die 17 Jahre lang die organisatorische Drehscheibe des Spitals war. Einige Zimmer bleiben aus Personalmangel geschlossen. Die Kosten steigen weiterhin rasant an, das Spital Langnau erhält aber seit Jahren immer wieder verschiedene Spenden. |
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1971/79 | Ausserordentlich gute Belegung, die kantonale Planung sieht vor, das Spital Burgdorf als Regionalspital zu führen. Es ist dem Spital gelungen, Spezialisten zu verpflichten, die den ärztlichen Dienst nochmals verstärken und erweitern. Die Gesundheitsdirektion gibt grünes Licht für den Neu- und Ausbau des Regionalspitals. 4822 Patienten werden in 64'807 Pflegetagen betreut. Grosse Spenden für die Intensivpflegestation können entgegen genommen werden. Küchenneubau wird in Betrieb genommen. Der Reinigungsdienst wird einer Spezialfirma übergeben. |
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1981 | Die Chronik berichtet über heftige Diskussionen bei der Neuordnung des Verteilschlüssels für die Verbandsgemeindebeiträge. |
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1982 | Aufbau des regionalen Psychiatrie-Stüzpunktes. Einführung der 44Std.-Woche. |
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1982 | Mit Dr. med. Christine Niklaus wird die erste Narkoseärztin in Langnau gewählt. Der Verwalter Heinz Augsburger übergibt sein Amt aus gesundheitlichen Gründen an Peter Schär. |
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1985/6 | Renovation des Altbaus mit den Bereichen Geriatrie, Haemodialyse, Psychiatrie. Eröffnung des Südbaus und Einweihung des von Verwaltungsrat Dr. Hans Winzenried gespendeten Kalksteinbrunnens. |
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1988 | Sinkende Aufenthaltsdauer, Umstrukturierung der Bettenzuteilung in Langnau: Chirurgie 44, Medizin 31, Gynäkologie/Geburtshilfe 19, Geriatrie 6. Ein neues EDV-System wird eingeführt und ein Controlling aufgebaut. |
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1990 | Das Spannungsfeld im Gesundheitswesen – Zusammenspiel zwischen Kostenüberlegungen, Personalknappheit, Arbeitszeitfragen wirft Fragen zur zukünftigen Spitalplanung auf. |
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1993/5 | Sprunghaft steigende Krankenkassenprämien und fehlende Kantonsfinanzen zwingen zum überdenken der Spitalstrukturen. Unsicherheit und Umstrukturierungsfragen nehmen Einzug in die Alltagsdiskussionen in Langnau. |
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1995 | In Burgdorf wird ein Computer-Tomograph in Betrieb genommen. |
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1997 | Als schweizweit erstes Spital eröffnet das Bezirksspital Langnau am 1.9.97 eine Komplementärmedizinische Abteilung unter der Leitung von Dr. med. Hansueli Albonico. Ein heftiges Gewitter liess den Schützengrabenbach über die Ufer treten, drückte die Metalltüre ein und ergoss sich in die Kellerräume des Spitals. Der Schaden betrug über 1 Mio Franken. |
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1997 | Im Regionalspital werden die neuen Spezialdisziplinen Kardiologie und Gastroenterologie aufgebaut |
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1998-01 | Auf Druck des Kantons müssen sich die Spitäler in Spitalgruppen zusammenschliessen. Aus den Verhandlungen zwischen den Spitälern entsteht eine Kooperation des Regionalspitals Burgdorf und des Bezirksspitals Langnau, die umliegenden Spitäler Jegenstorf, Sumiswald und Grosshöchstetten werden vom Kanton geschlossen. |
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2002 | Das erste Jahr der Regionalspital Emmental AG mit den Standorten Burgdorf und Langnau ist der Beginn einer neuen gemeinsamen Geschichte, die der Versorgung der Akutpatienten in einem Einzugsgebiet von 120'000 Einwohnern dienen soll. Bei uns sind Sie in guten Händen! |
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